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Vom Gruppenkuscheln und kalten Füßen – ein Pinguin müsste man sein

Wieder einmal kalte Füße?!

Vom Gruppenkuscheln und kalten Füßen – ein Pinguin müsste man sein!

Stell dir vor, du wärst ein Pinguin und müsstest tagtäglich barfuß durch den Schnee stapfen. Warum aber scheint er trotzdem nie kalte Füße zu bekommen?

Grund dafür ist, dass Pinguine einen thermischen Regulationsmechanismus besitzen. Das heißt nichts Anderes, als dass diese Vögel die Durchblutung in ihren Beinen reduzieren können, indem sie ihre Arterien verengen. So wird weniger Körperwärme über das Blut in Bodennähe transportiert und in weiterer Folge auch nicht nach außen abgegeben.

Zusätzlich machen die Pinguine sich das Gegenstromprinzip zu nutze. Das warme Blut, das vom Herz in die Füße gepumpt wird, wird vom zurückfließenden Blut aus den Füßen umspült (siehe Abbildung). Dies hat zur Folge, dass der Temperaturunterschied von zu- und abfließendem Blut sich angleicht. Die Pinguine nehmen somit auch keinen Temperaturunterschied war.

Veranschaulichung des Gegenstromprinzips. Das warme, nach unten fließende Blut wird vom kalten Blut umflossen.

Das bedeutet aber, dass sie sehr wohl kalte Füße haben – sowie viele von uns auch. Dieser Mechanismus verhindert das Anfrieren auf eisigem Untergrund und schützt den Körper vor raschem Auskühlen. Wie auch beim Menschen werden lebenswichtige Organe wie beispielsweise das Gehirn vorrangig mit genügend Blut versorgt, die äußeren Extremitäten jedoch weniger stark.

Außerdem berühren (brütende) Pinguine den Boden lediglich mit ihren Fersen und minimieren so zusätzlich den Bodenkontakt.

Sollten all diese Maßnahmen jedoch immer noch nicht ausreichen, den Körper warm zu halten, so kommt es beispielsweise bei Pinguinen zum Sozialphänomen Gruppenkuscheln. Dabei versammeln sich bis zu 50.000 Tiere auf einen Haufen und halten sich gegenseitig warm.